VIA tanzt

VIA TANZT!

Durmersheim-Würmersheim

„Erstaunlich und für mich ermutigend, was Sie im wahrsten Sinn auf den Weg bringen“, kommentierte der Freiburger Weihbischof Prof. Dr. Paul Wehrle die Einladung zum Besuch der Via-Wochen in Würmersheim. Ob er die Zeit findet, eine Veranstaltung des über drei Wochen gestreuten Programms der Jugendkirche Via (lat. Weg) persönlich zu erleben, wird sich zeigen. Der JKG-Tanzball als Einstieg der Via-Wochen fand jedenfalls ohne den hochrangigen Kirchenmann statt. Allerdings war Ortsvorsteher Helmut Schorpp im Publikum vertreten, welches das Pfarrzentrum St. Dionys gut ausfüllte. Die große Räumlichkeit war es, die dazu verlockt hatte, mit einer bunten Show aller JKG-Tanzgruppen als abendlichem Muntermacher in Durmersheim die Jugendkirchenwochen zu eröffnen. Zwischen den ideenreichen Darbietungen bestand Gelegenheit, selbst das Tanzbein zu schwingen: Von den Tanztreffleitern Simone Feil und Dennie Schuster gab es die Anleitung zu den Schritten. Dann konnte es losgehen: Walzer, Jive, Rumba, Disco Fox, Blues. Als eloquente Moderatoren führten Tina Hans und Dennie Schuster kurzweilig durch das Programm. Tontechnik sowie professionelle Lichtspielereien waren bei der Via-Jugend in guten Händen. Mit Livemusik unterhielt die Band „The Rockin‘ Papas“, die sich eigens für die Veranstaltung formiert hatte.

Für die Jugendkirche Via / JKG St. Dionys/Herz Jesu:
Manuela Behrendt
Engelbert-Kleiser-Straße 1
76448 Durmersheim
E-Mail: foto_ManuelaBehrendt@web.de

Presseartikel 2007

Geschrieben von Badisches Tagblatt (as), redigiert von Pierre Roh, Dienstag, 7. August 2007

 

Die Pfarrgemeinde in Durmersheim – Würmersheim will mit Errichtung der Seelsorgeeinheit neue Wege beschreiten: Ein Teppich, drei Sessel, ein Bild, eine Palme – auf der Empore der Würmersheimer Herz-Jesu-Kirche, direkt neben der Orgel, sieht es mehr aus wie in einem Wohnzimmer als in einem Gotteshaus.

 

Die Junge Katholische Gemeinde (JKG) hat sich hier seit kurzem ihr „Wohn­zimmer in der Kirche“ eingerichtet – Vorbote der ersten Jugendkirche in der Region, die mit der Errichtung der Seelsor­geeinheit in Herz-Jesu Würmersheim fest installiert werden soll.

„Kinder und Jugendliche finden schwer den Weg zur Kirche, das ist nicht ihre Sprache, nicht ihre Musik“, weis Dieter Janikovits, seit 20 Jahren hauptamtlicher Gemeindereferent in Herz-Jesu. Sein Anliegen ist es schon lange, andere Wege zu beschreiten, um den Nachwuchs wieder an die katholische Kirche zu binden.
So hat sich im 2000-Seelen-Dorf in den vergangenen Jahren eine rege Jugendarbeit entwickelt. Zehn Tanzgruppen, der Jugendliturgiekreis straight@heaven, der bei der Gottesdienstvorbereitung mitwirkt, vier Musikgruppen – rund 200 Mitglieder sind in der Jungen katholischen Gemeinde (JKG) aktiv.

Und haben in der Vergangenheit immer wieder unter anderem durch Musicalaufführungen oder Singspiele in der Region und darüber hinaus auf sich aufmerksam gemacht. „Die Jugendlichen wollen und sollen Kirche mitgestalten“, lautet der Ansatzpunkt von Janikovits. Als er dann von den ersten Jugendkirchen hörte, war er begeistert. „Warum soll man nicht mal einen Gegenpol setzen“, findet Janikovits, „und so wie es eine Wallfahrtskirche gibt, haben wir dann eben eine Jugendkirche“.

Doch in Köln oder Frankfurt, wo nicht mehr genutzte Kirchen zu Jugendkirchen umgewidmet wurden, gibt es natürlich andere Voraussetzungen als in Würmersheim. Dennoch haben die Jugendlichen, die mitwirken, schon eine Vielzahl von Ideen gesammelt, berichtete er – unterstützt von Willi Schönauer vom Netzwerk Jugendkirche Deutschland, das seinen Sitz in Kupppenheim hat. Der 47-jährige Schönauer ist Vorsitzender und Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins Jugendkirchen-Netzwerk.

Kennengelernt haben sich Schönauer und Janikovits zufällig bei einem Kirchentag in Köln. „Da lebt man so nah beieinander und weis nichts vom anderen“, wertet der Gemeindereferent das noch heute als Zeichen. Denn schon damals sei ihm die Idee einer Jugendkirche im Kopf herumgespukt. Das Jugendkirchen-Netzwerk gibt Starthilfe für neu entstehende Projekte in ganz Deutschland. Praktisch für die Würmersheimer, bei ihrem Vorhaben auf dieses Know-how zurückgreifen zu können.

So hat Schönauer, der kürzlich in Würmersheim einen Vortrag gehalten hat, beispielsweise vorgeschlagen, in Würmersheim als Jugendkirche vierwöchige Veranstaltungen zu bestimmten Themen anzubieten, für die dann auch das Gotteshaus entsprechend geziert werden könnte.

 

Schon jetzt hängen dort Luftballons, auf die Fürbitten notiert werden – eine Idee des Jugendliturgiekreises. Solche Dinge sollen noch verstärkt werden, sympathisieren die Würmersheimer durchaus mit diesem Vorschlag.

„Es gibt aber auch schon viele eigene Ideen“, sagt Janikovits, der über die Jugendkirche auch diejenigen in die Kirche locken will, die ihr sonst fern stehen. „Wir wollen vermitteln, wenn ich da nicht hingehe, dann fehlt mir was“, erläutert Janikovits.

Doch zunächst muss der Kooperationsvertrag zur Errichtung der Seelsorgeeinheit der Pfarreien St. Dionys, Durmersheim/Herz Jesu, Würmersheim/St. Bernhard, Durmersheim und St. Andreas, Au am Rhein unterzeichnet und von den verantwortlichen der Erzdiözese genehmigt werden.

Bis spätestens Ende des Jahres soll das über die Bühne gehen, steckt Janikovits den Zeitrahmen ab. Und erst dann werde man auch an die konkrete Planung zur Ausgestaltung der Jugendkirche gehen. Dass die Zeichen dafür gut stehen, davon ist der Gemeindereferent überzeugt: „Der Pfarrgemeinderat steht voll hinter uns“, und auch die anderen Pfarreien hätten grundsätzlich Zustimmung signalisiert.

Jugendkirche VIA – im Juli drei Wochen lang!

Vom 2. – 24. Juli steigt in Würmersheim ein großes Programm. Bald geht’s wieder los – unsere Jugendkirchenwochen 2011 sind in Vorbereitung. Vom 2. – 24. Juli wird sich unsere Herz Jesu Kirche wieder „verwandeln“ in die „Jugendkirche VIA“. Wie im vergangenen Jahr wird es ein umfangreiches Programm geben: Gottesdienste, Kirchenkabarett, Soccerturnier, Nachtlauf und viele andere Angebote.

In Zusammenarbeit mit den Gruppen der JKG, dem Dekanatsjugendbüro in  Rastatt und verschiedenen anderen Initiativen und Gästen wird für jede und jeden etwas geboten sein.